Wirtschaft

Wirtschaftskraft in zentraler Lage Der Landkreis Fulda liegt im Dreiländereck Hessen-Bayern- Thüringen und profitiert insbesondere von seiner Nähe zum Rhein-Main-Gebiet. Über die Autobahn A 66 oder mit dem ICE ist es nur eine knappe Stunde bis zum Rhein-Main-Flughafen.

Seit der Wiedervereinigung erfüllt Fulda auch verkehrstechnisch eine Brückenfunktion von den neuen Bundesländern in Richtung Rhein-Main-Gebiet und ist gleichzeitig mit einem engmaschigen Abfahrtsnetz an die Nord-Süd-Magistrale A7 angebunden. Ein wichtiger Trumpf ist der Status von Fulda als ICE-Knotenpunkt. Mit dem ICE sind Berlin, Hamburg, München, Stuttgart oder Köln in gut drei Stunden Fahrzeit zu erreichen.

Apropos zentrale Lage: Die Stadt Fulda ist Verwaltungs- und Handelszentrum für ein Einzugsgebiet von gut 400.000 Einwohnern. Die für den Handel wichtige Zentralitätskennziffer der Stadt lag in 2010 bei 209,4 – die zweithöchste aller deutschen Mittelstädte.

Obwohl eher ländlich geprägt, ist die Region Fulda eine Einpendlerregion. Täglich pendeln mehr als 21.000 Menschen von außerhalb zu Arbeitsplätzen im Landkreis Fulda bei gleichzeitig etwa 14.000 Auspendlern. Mehr als 81.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze stellen die gut 21.000 Unternehmer und Freiberufler zur Verfügung. Seit vielen Jahren kann die Region die niedrigste Arbeitslosenquote aller Arbeitsamtsbezirke Hessens und seit kurzem auch aller Flächenlandkreise aufweisen. Gleichzeitig bilden die Unternehmen so viel aus, wie in keinem anderen Teil des Landes Hessen.

Der Schlüssel für den Erfolg der Fuldaer Wirtschaft liegt in der mittelständischen Struktur. Es gibt nur ganz wenige Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern. Der Großteil der Arbeitsplätze wird von inhabergeführten Familienunternehmen zur Verfügung gestellt. Schwerpunkte bilden die Automobilzulieferindustrie, der Maschinen- und Anlagenbau, aber zunehmend auch der Dienstleistungssektor, insbesondere im Tagungs-, Wellnessund Gesundheitsbereich.